Warum heimische Pflanzen?
Es werden inzwischen überall "bienenfreundliche" Pflanzen oder Saatmischungen angeboten, warum also dieses (evtl. etwas befremdlich wirkende) Wort "heimisch" ?
Vermeintlich "bienenfreundliche" Pflanzen spenden häufig zwar Nektar und werden folglich auch von dem ein oder anderen Insekt als Nahrungsquelle besucht. Doch hilft es wenig, Nahrung anzubieten, den Tieren aber keine Pflanze bereit zu halten, an denen sie ihre Eier ablegen oder von denen sich die Raupen ernähren können. Unsere hier vorkommenden Insekten sind bzgl. ihrer Fortpflanzung allermeist auf heimische Pflanzen angewiesen, denn so hat sich Fauna und Flora nun einmal seit Jahrtausenden von Jahren zusammen entwickelt.
Wir können also Insekten in dem Fortbestand ihrer Arten am besten unterstützen, in dem wir heimische Pflanzen in unsere Gärten oder Blumentöpfe holen.
"Heimisch" bedeutet im Naturgartenbau konkret: Pflanzen, die vor 1492 bei uns bereits vorkamen (indigene und archäophytische Wildpflanzen).
Ergänzend gibt es noch eine Reihe von Arten, die nach 1492 hier eingebürgert wurden. Für den Naturgarten kommen invasive Arten wie z.B. Springkraut oder kanadische Goldrute nicht in Frage, weil sie leicht als "Gartenflüchtlinge" in die freie Landschaft getragen werden und dort gfs. Bestände heimischer Pflanzenarten massiv bedrohen.
Aber keine Sorge, ich bin nicht dogmatisch und keinesfalls der Ansicht, dass jeder Garten komplett auf Naturgarten gekrempelt werden muss. Wenn Dein Herz an einer bestimmten, "nicht heimischen" Pflanzenart hängt, dann freue ich mich mit Dir und wir bauen diese Pflanze oder Pflanzen einfach in die Pläne ein.